Undecided-Orchestra

Undecided-Orchestra

Das sind wir.

Elf engagierte Freizeit-Musiker mit einem großen Angebot von Swing bis schwarzem Jazz .

Jederzeit für Sie bereit zu Spielen, sofern das Honorar der Spielzeit gerecht wird.

 

Im Herbst 1981 treffen sich neun Musiker zu einer ersten gemeinsamen Probe. Die Liebe zum traditionellen Jazz, der Wunsch, einen anderen Stil als Dixieland zu spielen, und die Idee, arrangierte Ballroom-Musik der 20er und 30er Jahre wiederzubeleben, bringen sie zusammen. Die ersten Arrangements werden von Schallplatten abgehört und geprobt, dann werden Auftritte in der Studentenszene Braunschweigs organisiert. Von Beginn an ist man sich einig, dass eine derartige Band unbedingt im schwarzen Smoking auftreten muss: Jeans und Flanellhemden überlässt man den Dixieland-Musikern. Das Repertoire wird ständig vergrößert und die Mischung aus schwarzem Jazz à la Ellington und Tanzmusik englischer Vorbilder aus den 30er Jahren findet bei den Zuhörern großen Anklang. Zwei Jahre nach der Gründung wird die Besetzung um einen Trompeter und einen Saxophonisten erweitert. Jetzt bietet sich die Möglichkeit, die frühe Swingmusik in der Originalinstrumentierung nachzuspielen.

 

Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind nach nunmehr 22 Jahren noch Andi von Cossel und Axel Schwedhelm (beide Saxophon/Klarinette) dabei. Später treten die ebenfalls heutzutage noch in der Besetzung mitwirkenden Dieter Manss (Schlagzeug) und Ansgar Brauner (Posaune) hinzu. Bei Auftritten im In- und Ausland schnürt die Band Kontakte zu Musikern aus Reihen des „Pasadena Roof Orchesters“, die immer wieder mal als Gäste aushelfen. Gemeinsame Konzerte mit dem genialen Pianisten und Entertainer „Keith Nichols“ bringen dem Orchester zahlreiche Arrangements aus seiner Feder.

 

Seit vielen Jahren sorgen Hermann Müller und seine Tuba für die tiefen Töne; der beste Beweis, dass es auch ohne Kontrabass gehen kann. 1995 tritt Bernd Hübner bei, der einfach alles spielt, was annähernd mit Holzblasinstrumenten zu tun hat.

 

Die Jüngsten Mitglieder sind Ulfert Beiß (Gesang), Klaus Bätcke (Gitarre und Banjo), Harald Frey und Charly Boelmann (Trompete) und unser jüngstes Küken ist unsere Mona Seydel (Klavier).

 

Im Laufe der bisherigen Bandgeschichte wurden etwa 300 verschiedene Titel einstudiert und ein Ende ist nicht abzusehen. Auftritte in ganz Deutschland, im europäischen Ausland, vor allem in der Schweiz, eine mehrwöchige Tournee durch Thailand sowie zahlreiche Radiosendungen haben zur Popularität des UNDECIDED ORCHESTRA beigetragen.

 

Das Erfolgsrezept der Besetzung besteht aus einer gesunden Mischung grenzenloser Spielfreude und professionellem Auftreten. Überzeugen sie sich bei Gelegenheit selbst davon.

 

Musikalisch umrissene Zeitspanne

 

Die Zeitspanne von 1924-1934 wurde nicht ganz grundlos das Jazz-Zeitalter und das „Gesetzlose Jahrzehnt“ genannt. Wenn es das Alkoholverbot, Al Capone und seine Gangster nicht gegeben hätte, wäre ein Großteil der „Heißen Musik“ nie gehört, geschweige denn gespielt worden.

 

Das musikalische Erbe jener Zeit war besonders vielfältig. Die herausragenden Komponisten George Gershwin, Cole Porter, Jerome, Kern und Irving Berlin waren auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Sie produzierten eine endlose Flut von Liedern höchster Qualität für Theateraufführungen, Schallplat- tenaufnahmen und für das damals noch in den Kinderschuhen steckende Radio.

 

Dies hatte zur Folge, dass sich die musikalischen Modetrends sehr schnell wandelten. Der Charleston wurde 1926 vom Black Bottom abgelöst, der bereits ein Jahr später vom Lindy Hop übertrumpft wurde.

 

„Hot Dance Music“, wie man das damals nannte, wurde überwiegend von weißen Bands gespielt, allen voran vom Erfinder des Symphonischen Jazz, Paul Whiteman. Allerdings behaupteten sich auch schwarze Orchester wie die von Duke Ellington, Fletcher Herderson oder McKinney`s Cotton Pickers. Daran konnten auch die ständigen Behinderungen durch die Rassengesetzte nichts ändern. All dies stellt das breite musikalische Panorama dar, welches das UNDECIDED ORCHESTRA für sie zu neuem Leben erweckt; keine leichte Aufgabe für eine Gruppe von Musikern die vierzig Jahre zu spät und einige tausend Kilometer zu weit entfernt geboren wurden!

 

Viele der Arragements, die speziell auf diese Besetzung zugeschnitten sind, mussten von uralten Schallplatten abgehört werden, da die Originalnoten längst verschollen sind.

 

Die klassischen Arragements der großen weißen Tanzorchester, werden vertreten durch „Breakaway“ (The Dorsey Brothers Orchestra) und den frischen und frechen Arragements von „Button up your overcoat“ und „Blue Skies“.